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Auf den Fahrer kommt es an ADAC testet Taxifahrten in zehn Städten Das deutsche
Taxigewerbe ist besser als sein Ruf. Testsieger wurde Nürnberg mit seinem Taxiangebot vor Leipzig und Köln, Verlierer ist Frankfurt. Pro Stadt waren fünf Routen vorgegeben. Jede Strecke wurde vier Mal befahren, zweimal bei Tag und zweimal nachts. Auf dem Prüfstand waren der Fahrer, das Fahrzeug sowie die Routentreue und der Tarif. Wie der Test zeigt, steht und fällt jede Fahrt mit dem Taxifahrer. Fast jede fünfte Fahrt fiel wegen Defiziten der Fahrer durch. Minuspunkte erhielten Fahrer, wenn sie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten, Umwege fuhren, bei Rot über die Ampel brausten oder in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung unterwegs waren. Mangelnde Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Deutschkenntnisse schlugen ebenso negativ zu Buche. Verbesserungsbedarf sahen die ADAC-Tester besonders in Frankfurt und Stuttgart, wo fast die Hälfte aller Fahrer mangelhafte oder sehr mangelhafte Wertungen einfuhren. So hatte in Frankfurt ein Drittel der Fahrer Sprachprobleme, jeder vierte nahm es mit den Verkehrsvorschriften nicht so genau und ebenso viele wichen vom rechten Weg ab. Anders beim Testsieger Nürnberg, wo die ADAC-Experten ausschließlich positive Noten vergeben konnten. Die dortigen Taxifahrer waren freundlich und hilfsbereit, sie beachteten am genauesten die Verkehrsregeln und kamen in puncto Routentreue nicht auf Abwege. Insgesamt schloss die Kategorie Routentreue
und Tarif im Test am besten ab. Nur 19 der 200 Fahrten gaben Anlass zur
Kritik. Trauriges Schlusslicht ist beim Thema Umweg Berlin, wo eine
Routenabweichungsquote von 45 Prozent ermittelt wurde. Für Fahrgäste oft
nicht nachvollziehbar sind die unterschiedlichen Tarife in Deutschland.
So zahlt man in München Zuschläge fürs Gepäck, in Köln und Berlin bei
Kreditkartenzahlung. Der Preis für eine sieben Kilometer lange Route
beträgt in Dresden 13,35 Euro, eine vergleichbare Strecke in Stuttgart
kostet 17,55 Euro. |